Elternbereich: So siehst du, wie dein Kind beim Lesen vorankommt
Am Sonntagabend kommt eine kurze Übersicht auf dein Handy: was dein Kind gelesen hat, wo es gestolpert ist und was inzwischen sitzt. Mit echten Zahlen statt bloßer Bildschirmzeit.
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Was die Forschung darüber weiß, wie Eltern beim Lesenlernen helfen können
Du musst keine Lehrkraft sein. Vier Jahrzehnte Forschung zeigen immer wieder dasselbe: Kinder, die jeden Tag etwa 15 Minuten laut lesen und dabei sofort eine genaue Rückmeldung bekommen, kommen in allem, was beim Lesen zählt, schneller voran. Der Amerikaner Jim Trelease nennt tägliches Vorlesen in seinem „Read-Aloud Handbook“ das Wirksamste, was Eltern mit wenig Aufwand tun können. In Deutschland setzt sich die Stiftung Lesen seit Jahren dafür ein. Das US-amerikanische National Reading Panel (2000) hat die andere Seite untersucht, das Lesen der Kinder selbst: Leseflüssigkeit wächst nur, wenn Kinder laut lesen und dabei korrigiert werden, nicht beim stillen Lesen. Und die Arbeiten von Hart & Risley zur „Wortlücke“ zeigen, wie schnell der Wortschatz wächst, wenn ein Kind jeden Tag neuen Wörtern begegnet. Nur kannst du nicht jeden Abend danebensitzen und zuhören. Die Arbeit dauert länger, die Geschwister brauchen dich auch. Genau dafür gibt es Igo: Er hört bei jedem Wort zu, markiert die Wörter, die noch nicht saßen, und am Sonntag bekommst du die Zusammenfassung.
Quellen: National Reading Panel (2000) · Jim Trelease, „The Read-Aloud Handbook“ · Hart & Risley (1995)
DAS KOMMT AUF DEIN HANDY
Jeden Sonntagabend bekommst du diesen Wochenbericht
Kein Anruf aus der Schule, keine Diagramme zum Durchklicken, alles Wichtige auf einem Bildschirm. Das Beispiel ist zur Ansicht auf Deutsch. Die Geschichten in Readigo sind derzeit auf Englisch, deutsche sind in Vorbereitung.
- Wer wann und wie lange gelesen hat
- Welche Bücher und wie genau
- Welche Wörter jetzt sitzen
WOCHENRÜCKBLICK
Sofia, 7 Jahre
15.–21. Apr.
Diese Woche
+12 % ↗Das hat Sofia gelesen
Charlie, der Koch
Di · 5 Min.
Stiefel und die Pfütze
Mi · 6 Min.
Die Bibliothek der Zeitreisen
Fr · 8 Min.
Knifflige Wörter
Beim zweiten Versuch saßen alle drei.
Die 4 Werte, die Readigo misst
Um diese vier Zahlen geht es in jedem Wochenbericht. Jede davon stützt sich auf jahrzehntelange Leseforschung.
Genauigkeit
Wie viele Wörter dein Kind beim ersten Versuch richtig liest. Daran sieht man am direktesten, ob das Erlesen klappt, und darauf baut alles andere auf.
Forschung → Gestützt auf die Säulen Buchstaben-Laut-Zuordnung und Leseflüssigkeit des US-amerikanischen National Reading Panel (NRP, 2000).
Leseflüssigkeit
Ob dein Kind flüssig oder stockend liest. Ein gleichmäßiger Rhythmus zeigt, dass es Wörter auf einen Blick erkennt, statt jedes Wort Laut für Laut zusammenzusetzen.
Forschung → Beruht auf der Automatisierungstheorie von LaBerge und Samuels: Wer Wörter mühelos erkennt, hat den Kopf frei fürs Verstehen.
Lesetempo
Wörter pro Minute, verglichen mit dem typischen Tempo in diesem Alter. Wer sehr langsam liest, braucht so viel Kraft fürs Entziffern, dass fürs Verstehen wenig übrig bleibt.
Forschung → Verglichen mit den US-Normwerten für Leseflüssigkeit von Hasbrouck & Tindal, die für englische Texte gelten.
Deutlichkeit
Wie deutlich jedes Wort klingt. Readigo prüft, ob dein Kind so klar spricht, dass jedes Wort zu verstehen ist und bewertet werden kann.
Forschung → Deutliches Aussprechen gehört zu Ehris Phasen der Leseentwicklung.
Was du jede Woche siehst
Der Wochenbericht kommt am Sonntagabend. In 30 Sekunden hast du ihn gelesen.
Ob dein Kind diese Woche gelesen hat
Kein Rätselraten: ob an 6 Tagen oder an 2, du siehst es.
Was genau gelesen wurde
Buchtitel, Seiten, Minuten. Nicht bloß „hat 20 Minuten gespielt“.
Welche Wörter schwierig waren
Drei Wörter, über die dein Kind gestolpert ist, und ob sie beim zweiten Versuch saßen.
Ob dein Kind besser wird
Lesetempo und Genauigkeit im Vergleich zur Vorwoche, in verständlichen Worten.
Was du nicht mehr tun musst
Darum geht es: Deine Abende gehören wieder dir.
Neben deinem Kind sitzen und jedem Wort zuhören. Das übernimmt der Drache Igo.
Nachschlagen, was „Leseflüssigkeit“ oder „Lesetempo“ bedeutet. Der Bericht kommt ohne Fachsprache aus.
Rätseln, ob überhaupt etwas hängen bleibt. Du siehst konkrete Wörter und konkrete Fortschritte.
Lese-Meilensteine nach Alter
Typische Werte, keine Vorgaben. Kinder entwickeln sich unterschiedlich schnell, aber diese Richtwerte helfen dir, den Wochenbericht einzuordnen. Gemessen wird das Tempo in richtig gelesenen Wörtern pro Minute (WpM). Die Werte stammen aus den USA und gelten für Kinder mit Englisch als Muttersprache. Ein Kind, das Englisch erst in der Schule lernt, liest langsamer, und das ist normal. Für das Lesen auf Deutsch gibt es eigene Orientierungswerte.
6–7 Jahre
~50 WpM
Kurze, lautgetreue Wörter erlesen. Lautes Lesen strengt noch an, das ist normal. Achte zuerst darauf, dass häufige Muster sicher sitzen (im Englischen kurze Wörter wie cat oder sit und häufige Wörter wie the oder said), bevor es um Tempo geht.
8–9 Jahre
~90–110 WpM
Erste Bücher mit Kapiteln. Tempo und betontes Lesen kommen dazu. In dieser Zeit zählt vor allem, dass die Leseflüssigkeit wächst, denn das Verstehen baut darauf auf.
10–12 Jahre
120+ WpM
Anspruchsvollere Texte. Wörter werden weitgehend automatisch erkannt, die Denkarbeit verlagert sich aufs Verstehen, aufs Schlussfolgern und auf den Wortschatz. Das betonte Lesen (Prosodie) reift und klingt immer mehr wie gesprochene Sprache.
Richtwerte angelehnt an die US-Normwerte für Leseflüssigkeit von Hasbrouck & Tindal und an die Entwicklungsübersichten von Reading Rockets, einem US-Portal zur Leseförderung.
Was andere Apps melden und was Readigo meldet
Vier echte Beispiele. Links eine typische App, rechts Readigo.
Andere Apps
„Dein Kind hat 20 Minuten gespielt“
Readigo
„Sofia hat 4 Seiten von ‚Charlie, der Koch‘ gelesen. 87 % Genauigkeit, letzte Woche waren es 72 %.“
Andere Apps
„Sitzung beendet“
Readigo
„Drei Wörter saßen zuerst nicht: Umgebung, notwendig, wahrscheinlich. Beim zweiten Versuch hat Sofia alle drei richtig gelesen.“
Andere Apps
„Super gemacht!“
Readigo
„Lesetempo diese Woche 12 % höher. Sofia liest jetzt so schnell, wie es für ihr Alter typisch ist.“
Andere Apps
Auf Unterhaltung ausgelegt, mit Punkten, Kostümen und Minispielen, ohne veröffentlichtes Lernkonzept.
Readigo
Aufgebaut auf den fünf Säulen des US-amerikanischen National Reading Panel und auf der Leseforschung. Jeder Wert geht auf begutachtete Studien zurück.
Dieser Wochenbericht hat mich überzeugt. Ich sehe genau, über welche Wörter sie stolpert und wie sich die Zahlen von Woche zu Woche verändern. Ich muss nicht nachfragen, ich sehe es einfach.
Fragen zum Elternbereich
Wie oft kommen die Berichte?
Jeden Sonntagabend bekommst du einen Wochenbericht, dazu nach jeder Leserunde eine kurze Zusammenfassung. In den Einstellungen der App kannst du auf täglich oder monatlich umstellen.
Was zeigt der Elternbereich genau?
Gelesene Bücher, Minuten, Genauigkeit, Leseflüssigkeit und Lesetempo, dazu die Wörter, über die dein Kind gestolpert ist, und ob es sie beim zweiten Versuch geschafft hat. Kein vages „gut gemacht“ und keine Fachsprache.
Kann ich mit einem Abo mehrere Kinder begleiten?
Ja. Bis zu 3 Kinder teilen sich ein Readigo-Abo, jedes mit eigenem Profil und eigenem Fortschritt. Im Elternbereich siehst du jedes Kind für sich.
Werden die Daten an die Schule oder an andere weitergegeben?
Nein. Readigo ist DSGVO-konform. Die Stimme wird nur für die Bewertung in der Cloud verarbeitet und danach gelöscht. Die Lesedaten bleiben in deinem Konto und werden weder verkauft noch weitergegeben.
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